Der Häcksler hat überall Einzug gehalten

Im Herbst und im Frühjahr fallen in jedem Garten viele Gartenabfälle an. Einjährige Pflanzen müssen ausgegraben werden, Bäume können nach der Ernte schon beschnitten werden. compost-161895_640Früher wurde ein Herbstfeuer gemacht, in dem brennbaren Gartenabfälle zusammen mit dem Laub der Bäume zu Asche wurden. Die Asche enthält viele Mineralstoffe und düngt den Boden.

In den meisten Bundesländern ist es nunmehr verboten, offenes Feuer zu machen. Das ist einmal eine Frage des Brandschutzes, insbesondere jedoch der Umweltverschmutzung durch den Rauch. In manchen Bundesländern darf zu besonderen Anlässen wie etwa Ostern, ein Osterfeuer angezündet werden. Die Gärtner nutzen dies oft, um trotz Verbot ihre Gartenabfälle zu entsorgen.

Kompostieren ist angesagt

Nach dem Verbot der Beseitigung von Gartenabfällen durch Feuer haben sich sehr schnell die Häcksler überall durchgesetzt. Mit ihnen werden in der Hauptbelastungszeit, Frühjahr und Herbst, die Gartenabfälle zerschnitten. So können sie besser kompostiert werden. Durch die größere Oberfläche können Mikroorganismen besser die Pflanzenteile angreifen und zersetzen. Unzerkleinerte Gartenabfälle brauchen auf dem Kompost unter Umständen mehrere Jahre, bis sie zu humoser Erde werden.

Gehäckselte Abfälle schaffen das normalerweise in einer Saison. Die von Mikroorganismen und Regenwürmern hergestellte Komposterde ist ideal geeignet, um dem Garten die benötigten Nährstoffe zuzuführen. So schließt sich der Kreislauf wieder, den die Natur geschaffen hat. Der Gärtner greift nur insofern ein, dass er mittels des Häckslers den Vorgang beschleunigt.
Welcher Häcksler soll es denn sein

Walzenhäcksler, Schneckenhäcksler und Messerhäcksler sind überall in den Baumärkten und Gartenfachmärkten erhältlich. Sie machen letztlich alle das Gleiche. Die Messerhäcksler machen allerdings zusätzlich noch Krach. Walzenhäcksler und Schneckenhäcksler hingegen sind als Leisehäcksler im Sortiment. Sie haben auch einen deutlich geringeren Verschleiß als Messerhäcksler. Dafür sind sie aber teurer. Wer sich einen Häcksler neu zulegt, sollte einen Leisehäcksler wählen.

Diesen gibt es in verschiedenen Stärken. Sowohl was die Stromaufnahme betrifft als auch die mögliche Dicke der Äste, die gehäckselt werden können. Wobei Schneckenhäcksler der neueste Schrei der Entwicklung der Häckslertechnik sind. Sie sind, im Gegensatz zu Messerhäckslern und einigen Walzenhäckslern in der Lage, das Schnittgut selbst einzuziehen. Der Gärtner muss es also nicht vorgeschnitten in den Häcksler geben.